iTerra energy GmbH hält an den Plänen für den Windpark Ebneth-Reuth fest

09.07.2019 Gießen, Burgkunstadt.
„Mit Bedauern haben wir zur Kenntnis genommen, dass am Dienstag, den 02.07.2019 im Stadtrat ein Beschluss gefällt wurde, der vorsieht, dass derzeit keine Windparkplanungen auf dem Gebiet der Gemeinde Burgkunstadt vorangetrieben werden sollen“, sagt Frank Sauvigny, Geschäftsführer der iTerra energy GmbH.

Auf dem Gebiet der Gemeinde Burgkunstadt plant die iTerra energy GmbH fünf Windenergieanlagen des Typs Siemens SG 6.0 mit einer Nabenhöhe von 165 Metern und einer Nennleistung von sechs Megawatt.

Am 24.06.2019 wurde das Vorhaben im nicht öffentlichen Teil des Haupt- und Finanzausschuss vorgestellt. Alle Windkraftstandorte wurden bereits planungsrechtlich abgewogen und sind im Regionalplan aus dem Jahr 2014 als Windvorranggebiete festgelegt. Die Abstände zur Wohnbebauung betragen rund 1000 Meter.

 

„Wir hatten gehofft, nach der kurzen Erstvorstellung, mehr Zeit zu haben, um sämtlichen Mitgliedern des Gemeinderates und auch den Bürgern vor Ort, die Vorteile der Windenergienutzung näher zu bringen. Neben den positiven Auswirkungen des Einsatzes regenerativer Energiequellen auf Luft und Klima, damit auch auf die menschliche Gesundheit und den gesamten Naturhaushalt, möchten wir gerne die Vorteile direkt für die Gemeinde und die Bürger vor Ort nochmals hervorheben.

 

  • Einrichtung eines Anrainerstromtarifs für die Bürger in Burgkunstadt
  • Prüfung einer Gründung eines eigenen Gemeindewerks zur Belieferung der Bürger vor Ort mit Strom aus der Gemeinde (Partizipation der Gemeinde an den Gewinnen ohne Einsatz von finanziellen oder personellen Ressourcen)
  • Partizipation der Bürger an den Gewinnen aus dem Windpark durch einen Sparbrief
  • erwartete Gewerbesteuereinnahmen über einen Zeitraum von 20 Jahren in Höhe von 2,5 Mio. Euro

 

All dies möchten wir nach wie vor mit den Bürgerinnen und Bürgern und den Stadträtinnen und -räten für Burgkunstadt umsetzen“, berichtet Frank Sauvigny.

Auch wenn sich der Stadtrat am letzten Dienstag gegen diese Vorteile ausgesprochen hat, hält die iTerra energy weiter an ihren Beiträgen zur regionalen Stromerzeugung, lokale Wertschöpfung und die Reduzierung von CO2-Emissionen fest.
In den nächsten Wochen sollen Gespräche mit den Stadtratsfraktionen geführt werden, um herauszufinden, welche Bedenken zur Ablehnung geführt haben.

Gemeinden in Bayern können und sollen durch einen Bebauungsplan Baurecht für Windenergieanlagen schaffen, dies sieht die Baunutzungsverordnung ausdrücklich vor. Die Gemeinden sind hier nicht an den Abstand von 10 H gebunden, da Art. 82 Abs. 1 Bayerische Bauordnung (BayBO) nur die Privilegierung im unbeplanten Außenbereich einschränkt, aber keinen universell geltenden Mindestabstand festschreibt. „Gerne möchten wir den Dialog über die Vorteile des Einsatzes Erneuerbarer Energien fortführen, insbesondere auch unter dem Eindruck des gesteigerten öffentlichen Interesses auf dieses Thema“, erklärt Frank Sauvigny.


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